Kundenavatar

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Kundenavatar

Was ist ein Kundenavatar? Diese Frage habe ich schon oft gestellt bekommen, wenn es um das Thema Zielgruppe definieren geht. Da die Frage auch immer wieder bei der Nischenfindung aufkommt, will ich hier eine kleine Einführung hierin geben. Die Erklärung ist recht simpel, aber doch so kompliziert in der Ausführung, dass ich einen eigenen Artikel hierüber als sinnvoll erachte.

Also, was ist nun ein Kundenavatar? Ein Kundenavatar ist die Definition eines Wunschkunden aus deiner (Nischen-) Zielgruppe. So etwas wie der Thomas Müller der Deutschen, aber aus deiner Zielgruppe (Thomas ist der häufigste Vorname und Müller der häufigste Nachname in Deutschland). Dazu solltest du dich mit deiner Nische/deiner Zielgruppe etwas ausführlicher beschäftigen. Nur zu sagen, irgendwer kauft sicherlich schon das Produkt XY hilft nur selten weiter. Es geht darum einen Stellvertreter zu definieren, der genau deine Zielgruppe repräsentiert. Hier sieht man auch schon, ob es überhaupt Sinn macht, auf eine gewisse Zielgruppe/Nische zu setzen.

Wie definiere ich meinen Kundenavatar?

Grundlegend gilt es die bekannten W-Fragen zu klären. Wer, Woher, Wo, Warum, Wieso, Weshalb, etc. Neben diesen Fragen sollten auch immer Alter, Hobbys, Familienstand, verfügbares Einkommen usw. mit einfließen. Wenn du zu deiner Zielgruppe die Fragen nicht auf Anhieb beantworten kannst, hast du neue Anhaltspunkte um genauere Informationen über die Zielgruppe zu recherchieren. Nur wenn du weißt, was deine Zielgruppe ausmacht, wo diese auch nach Infos sucht und wie dringend eine Problemlösung in der Zielgruppe benötigt wird, weißt du auch wie du diese ansprichst.

 

Beispiel eines Kundenavatar (überspitztes Negatvibeispiel)

Nische: zentrale Hotline für Sanitärnotdienste in Deutschland -> Vermittlung von Notdiensten aus dem Umkreis

Mehrwert der Idee: Hotline die an Sanitärdienst vor Ort vermittelt. Thomas Müller kann die Hotline anrufen und wird an einen Notdienst in seinem Umkreis weitergeleitet.

Zielgruppe:

    • Name: Thomas Müller
    • Gewerbetreibender oder Privatperson: egal
    • Alter: Egal
    • Geschlecht: egal
    • Einkommen: egal
    • Familienstand: egal
    • Hobbys: egal
    • Wohnort: In ganz Deutschland
    • Warum: Sanitärnotdienste im Umkreis sind ihm nicht bekannt
    • Was wäre ihm die Lösung wert? …

Analyse des Kundenavatarbeispiel

Die Zielgruppe ist viel zu undefiniert. Wer einen Sanitärnotdienst benötigt, will JETZT jemanden sprechen und nicht in Hotlines für viele Minuten hängen. Solch eine Idee klingt spitze, aber die Kosten der Raummiete, IT-Infrastruktur (Telefonnummer, PCs, etc.) und Mitarbeitern (24/7 Erreichbarkeit) sind wohl doch eher was für die Telekom. Und wir waren noch nicht bei der Frage wie denn überhaupt Geld gemacht wird. Schließlich muss Geld verdient werden um das alles hinzubekommen.

 

Fazit Kundenavatar

Die erste Idee mag zwar interessant sein und man findet sicherlich schnell freie Domains und auch Zuspruch im Bekanntenkreis, aber wenn man seine Zielgruppe definiert, kann man schnell merken, wo die Reise hingehen kann. Das Beispiel ist natürlich sehr übertrieben dargestellt und die Analyse ist auch nicht vollständig, aber es wird ersichtlich für was ein Kundenavatar gedacht ist. In diesem Beispiel ist die kostenlose Konkurrenz einfach zu groß. Kurz gegoogelt oder Siri gefragt und man hat alle umliegenden Sanitärnotdienste mit einem „Anrufen“-Button im Handy aufgelistet.

Definiere immer einen Kundenavatar und prüfe realistisch ob die Idee dem auch standhält. Ohne den Kundenavatar kannst du dich in Ideen verrennen die zu nichts führen.

 

PS: Der Avatar hilft dir auch, wenn du Werbeanzeigen z.B. auf Facebook posten willst. Einige der Fragen muss du dort nämlich auch über deine Zielgruppe beantworten.

PPS: Ausführlicher bekommst du das Thema Kundenavatar und die Erstellung in über 60 Minuten Videomaterial im DMMC* erklärt. Für jeden der gerne ein Buch in Hand hält, empfehle ich das Buch von Jakob Hager „Neukundenlawine*“ mit ausführlichem Kundenavataranteil.


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